Wissenskompendium für Scheinselbständigkeit
Wissen schützt.
Unwissenheit kostet.
Strukturiertes Expertenwissen zu § 7 SGB IV, DRV-Prüfungen und den Neuregelungen 2025/2026 — für Geschäftsführer, HR-Leiter und Compliance-Verantwortliche.
Leitfaden
Scheinselbständigkeit in Deutschland — Der vollständige Leitfaden
Von der rechtlichen Definition über die Prüfkriterien der DRV bis zu konkreten Haftungsfolgen und Präventionsmaßnahmen — strukturiert aufbereitet für Entscheider.
Blog
Aktuelles & Updates
Koalitionsvertrag 2025: Genehmigungsfiktion im Statusfeststellungsverfahren — was sich für Unternehmen ändert
Union und SPD haben vereinbart, das Statusfeststellungsverfahren durch eine Genehmigungsfiktion zu beschleunigen. Was das konkret bedeutet und warum es die Attraktivität des Verfahrens erhöht.
KIRA: Wie die DRV ab 2026 KI-gestützt nach Scheinselbständigkeit sucht
Flächendeckender Rollout in allen regionalen Trägern — und was Unternehmen jetzt tun sollten.
EU-Plattformarbeitsrichtlinie: Was deutsche Unternehmen bis Mitte 2026 wissen müssen
Umsetzungsfrist läuft. Beweislastumkehr betrifft auch klassische Freelancer-Konstellationen.
Was eine DRV-Prüfung wirklich kostet — Rechenbeispiele mit echten Zahlen
10 IT-Freelancer, 8.000 €/Monat, 3 Jahre — wie sich Nachzahlung und Säumniszuschläge summieren.
§ 266a StGB: Wann wird Scheinselbständigkeit zur Straftat?
Die persönliche Haftung von Geschäftsführern und wann der Tatbestand der Beitragsvorenthaltung erfüllt ist.
Wissenszentrum
Fünf Themenbereiche. Vollständig durchleuchtet.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Wer haftet bei Scheinselbständigkeit — das Unternehmen oder der Freelancer?
Der Auftraggeber trägt die Hauptlast: Er schuldet ausstehende Sozialversicherungsbeiträge — Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil — für bis zu vier Jahre rückwirkend. Bei Vorsatz nach § 266a StGB verlängert sich die Haftung auf 30 Jahre. Geschäftsführer haften persönlich.
Was ist KIRA und was bedeutet es für mein Unternehmen?
KIRA ist das KI-gestützte Prüfsystem der Deutschen Rentenversicherung. Ab 2026 scannt es flächendeckend digitale Dokumente — E-Mails, Organigramme, Kommunikationsmuster — um Scheinselbständigkeitsmuster zu erkennen. Strukturierte Dokumentation ist damit kein Nice-to-have mehr.
Schützt ein Statusfeststellungsverfahren vor Nachzahlungen?
Ja — ein positiver Bescheid entfaltet Bindungswirkung für alle Sozialversicherungsträger. Er gilt aber nur für die geprüfte Konstellation. Ändern sich wesentliche Umstände, greift der Bescheid nicht mehr.
Wie hoch sind Nachzahlungen bei festgestellter Scheinselbständigkeit?
Faustregel: 30–40 % des Bruttohonorars pro Jahr und Freelancer. Bei einem IT-Freelancer mit 8.000 €/Monat über drei Jahre summiert sich das schnell auf 100.000 € und mehr — zuzüglich Säumniszuschlägen von 1 % pro Monat.